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Haus der Kultur

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Rolf Liese - Schau.Fenster.

 

Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt die Städtische Galerie Waldkraiburg vom 24. März bis 30. April Arbeiten des Künstlers Rolf Liese, der in der Region und weit darüber hinaus für seine Hinterglasmalerei bekannt ist. Die Ausstellung legt einen besonderen Schwerpunkt auf diese jüngste Werkgruppe, kombiniert sie aber mit früheren Leinwandbildern aus den 1970er und ´80er Jahren.

 

Ein besonderes Merkmal von Rolf Liese (geb. 1937, lebt in München und Bodenkirchen) ist seine ausgeprägte Offenheit und Experimentierfreude. So verwundert es nicht, dass er in seinem langjährigen künstlerischen Schaffen nicht nur mehrere Werkphasen durchlaufen hat, sondern seine Arbeit immer wieder von Aufbruch und Experiment bestimmt war.

 

Nach seinem Studium an der Münchner Kunstakademie Mitte der 1960er Jahre verwirft Rolf Liese erste informelle Ölgemälde schnell zu Gunsten einer zeitgenössischen Bildauffassung. Es entstehen reduzierte, flächig gemalte Landschaften in Acryl und Dispersionsfarben, die von Pop Art und Surrealismus beeinflusst sind. Die wilde Malerei der 1980er Jahre schlägt sich in seinem Werk ebenso nieder, wie die Erprobung digitaler Techniken. Seit den frühen 1990er Jahren beginnt Rolf Liese, Vorstellungsbilder und Gesehenes in ungegenständliche Hinterglasmalerei umzusetzen. Seit dem hat er diese Technik für sich experimentell weiterentwickelt, verwendet Ölfarbe und Ölpastellkreiden aber auch ungewöhnliche Materialien wie Asche, Ziegelstaub und zerstoßene Farbreste, um zu seinen unverwechselbaren Bildern zu gelangen.

 

Die Ausstellung anlässlich seines 80. Geburtstags legt nun einen besonderen Schwerpunkt auf diese Hinterglasmalerei, stellt aber erstmals Arbeiten aus verschiedenen, früheren Werkphasen gleichberechtigt daneben. Damit bietet die Schau einen bisher ungesehenen Einblick in das faszinierende Schaffen des Künstlers.