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Stadt Waldkraiburg
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Informationen zur Zukunft des Waldbades


Sehr geehrte Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburger,

 

in der Zeitung „Die Welt" wurde am 27. Mai 2017 ein Artikel veröffentlicht, in dem die Schließung von Freibädern in Bayern thematisiert wurde. Darin hieß es: „Viele Gemeinden machen Schluss, wenige kämpfen!" Für Waldkraiburg und auch mich ist „Schlussmachen" keine Option. Dass es ein Bad in Waldkraiburg geben muss, steht auch für mich außer Frage. Zu wichtig ist die Sicherung eines attraktiven Freizeitangebotes für die Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt. Aber wie in allen Beziehungen müssen auch Kompromisse geschlossen werden.

 

In den letzten Jahrzehnten wurden unter anderem aus finanziellen Gründen keine umfangreichen Sanierungsarbeiten durchgeführt. Weiterer Stillstand ist keine Option, die wir in Erwägung ziehen können. Vielmehr müssen wir aus den uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste machen.

 

Das Waldbad steht aus technischen und wirtschaftlichen Gründen vor der Schließung. Denn das Bad ist sowohl in seiner Substanz, den Gebäuden wie auch den technischen Anlagen dringend sanierungsbedürftig. Beispielhaft ist die Verkeimung, welche wiederholt zu temporären Schließungen während der Saison führte. Auch wenn es wehtut, es ist der Zeitpunkt gekommen an dem wir aufwachen müssen und uns eingestehen müssen: So kann es nicht weitergehen. Kleine Nachbesserungsarbeiten bringen nur kurz Abhilfe. Die Infrastruktur (z.B. Duschen) ist ungenügend und auch die Parkplatzsituation ist ungelöst. Darüber hinaus erzeugt das Waldbad ein jährliches Defizit von über 800.000 Euro.

 

Eine Vollsanierung des Waldbades im vorhandenen Umfang mit den laufenden Betriebskosten kann die Stadt aus finanziellen Gründen nicht stemmen. Eine Teilsanierung des Waldbades stellt am Ende niemanden zufrieden, da ein Teil des bisherigen Badeangebotes wegfallen muss und das jährliche Defizit immer noch zu hoch sein wird. Aus diesem Grund ist ein gemeinsamer Neubau auf der Gemeindegrenze mit unserer Nachbargemeinde Aschau a. Inn die einzig zukunftsorientierte Lösung. Die Bau- und Betriebskosten werden mit der Gemeinde Aschau aufgeteilt, der Neubau wird auf aktuellen technischen Stand gebaut, es gibt genügend Parkplätze sowie Erweiterungsmöglichkeiten und eine gute Verkehrsanbindung ist ebenfalls gegeben. Viele dieser Vorteile eines Neubaus werden wir bei einer Sanierung des Waldbades leider nicht erreichen können.

 

Ich kann sehr gut verstehen, dass sich viele Bürger und Bürgerinnen mit unserem Waldbad verbunden fühlen und es erhalten möchten. Viele haben dort Schwimmen gelernt, die Ferien und freien Tage verbracht oder Wettkämpfe bestritten. Auch ich war und bin immer gerne im Waldbad. Umso wichtiger finde ich es, dass wir auch den nachfolgenden Generationen die Chance geben, solche Erinnerungen mit einem Bad zu verbinden.

So traurig es klingt: Dies wird auf Dauer mit unserem Waldbad aber leider nicht möglich sein. Denn auch nach einer Teilsanierung werden die Betriebskosten unsere finanziellen Möglichkeiten übersteigen und wir früher oder später vor der bitteren Entscheidung stehen, das Waldbad schließen zu müssen. Ein Neubau an einem neuen Standort ist die einzige Chance ein Bad für Waldkraiburg nachhaltig zu erhalten. Es soll aus einem 50 Meter Sportbecken mit 8 Bahnen, einem Spaßbecken mit Strömungskanal, einem 5 Meter Sprungturm und einem Kinderbecken bestehen und so ein attraktives Angebot für die Badegäste darstellen.

 

Wie schon eingangs gesagt: „Schlussmachen" ist für mich keine Option. Ein zukunftsfähiger Neuanfang dagegen schon.

 

Ihr Bürgermeister

Robert Pötzsch

 

Präsentation "Waldbad"

 

Die Präsentation aus der Haupt- und Finanzausschussitzung von Dienstag, 23. Januar finden Sie im nebenstehenden Dokument "Präsentation Waldbad".