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Haus der Kultur

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Junge Choreographen

Tanz von seiner jungen und unerwarteten Seite
Das Ballett Theater Pforzheim im Haus der Kultur. Künstlerische Leitung: Guido Markowitz
Beginn: 20 Uhr

 

Eleonora Pennacchini: Behind the Scenes

Tanz: Alba Lopez, Selene Martello, Johannes Blattner, Isaac di Natale, Evi van Wieren, Abraham Iglesias, Leon Damm.

 

Eine Theatergruppe. Die junge Frau bewirbt sich um einen Job. Sie bekommt ihn und darf mit den anderen auf die Bühne. Der Regisseur schaut zu. Das Spiel im Spiel geht los. Der Regisseur sieht ihnen allen zu, und wie im weltberühmten Film „Orient-Express" weiß man irgendwann nicht mehr, warum und durch wen was auf der Bühne im Spiel geschieht. Die Wahrnehmung beginnt sich aufzulösen. Neue Perspektiven drängen sich auf, neue Realitäten tauchen auf. Unsicherheit entsteht. Welche Geheimnisse birgt die Bühne hinter den Kulissen noch? In bester Mystery-Manier zeigt die aus Italien stammende Choreographin Eleonora Pennacchini in ihrer neuen Kreation, was Ballett als knackig kurze Tanzerzählung heute sein kann: spannungsvoll und überraschend.

 

Evi van Wieren: Unpuzzle.

Tanz: Selene Martello, Isaac di Natale

 

Wie geht es weiter? Was ist passiert? Wer warst Du und wer bin ich? Der Versuch, Zurückliegendes zu verstehen, gleicht einem Puzzle. Man nimmt die Teile nacheinander in die Hand und sucht den passenden Platz. In ihrem neuen Duett zoomt sich die Niederländerin Evi van Wieren mitten hinein in das Beziehungsfeld zweier Menschen. Das Puzzle dient ihr als Symbol, Projektionsfläche und Machtinstrument. Zwischen ihren Figuren entfacht sich ein Konflikt darum, das Geschehene zu deuten. Einmischungen in die jeweilige Sicht des anderen sind nicht erlaubt. „Dreh das Puzzle um und entferne Teile, um einen leeren Raum zurückzulassen," lautet am Ende ihre Anweisung an alle Beteiligten. Und der Zuschauer? Er wird zum Zeugen eines starken von Emotionen getragenen Stroms, im Flussbett junger zeitgenössischer Körperbewegung. Ausgang ungewiss.

 

Antoine Audras: Bagarre (Premiere)

Tanz: Alba Lopez., Selene Martella

 

Die Sehnsucht nach Harmonie kann jeder Mensch nachvollziehen. Oft ist sie genau dann sehr stark, wenn widersprüchliche Interessen, Wünsche und Träume im Innersten aufeinander treffen. Das spannungsvolle Duett von Antoine Audras wirft ein Licht auf das innere Ringen. Die Tänzerinnen Alba Valenciano und Selene Martello verkörpern verschiedene Anteile einer Persönlichkeit im Konflikt. Wie lässt sich eine innere Balance herstellen? Wie eine Harmonie, die den Menschen in Frieden bringt? Eine Frage von großer Aktualität, zeitgenössisch getanzt.

 

Isaac Di Natale: After Dinner Special (Uraufführung).

Tanz: Isaac Di Natale

 

„Willkommen! Ich bin froh, dass Sie ermöglichen konnten, zu kommen. Denn wir feiern heute - ein neues Jahr, neue Erinnerungen." Es ist der Choreograph Isaac Di Natale höchstpersönlich, der diese Worte an sein lesendes Publikum richtet. Seine Choreographie, die der aus Australien stammende Künstler selbst tanzt, entwirft eine bewegende Passage, die auch vom Übergang in den Lebensaltern erzählt. In klaren Bewegungsbildern entführt er in die Kindheit und in jene Jahre danach. Die Erinnerung an das mit dem Geburtstag verbundene Fest und jene kleinen Geschenke „danach" bleiben. Es wächst auch das Bewusstsein für die Vergänglichkeit allen Geschehens. In weit ausholenden, packenden Bewegungen, die Platz für Assoziationen auf vielen Ebenen lassen, nimmt er sich Raum und Luft zum Atmen.

 

Johannes Blattner: Cooking, Cleaning and Vaginas (Uraufführung)

Tanz: Alba Valenciano, Eleonora Pennacchini, Evi van Wieren, Elias Bäckebjörk.

 

Es gehört zum Tanz, nicht nur schöne Bewegung zu sein. Tanz kann auch der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, sei es sehr laut oder in Form vieler Zwischentöne. Tanzhistorisches Dauerthema im Tanztheater ist hier die geschlechtliche Rollenverteilung. Umso mehr überrascht es, wenn ein junger Künstler wie Johannes Blattner sich nicht nur des Themas annimmt, sondern offen, interessiert und berührt mitten hinein in den Dschungel um die aktuelle #metoo-Debatte führt. Unerschrocken konfrontiert er seinen Zuschauer in einer collagenartigen, bilderintensiven Kreation unter anderem mit Zitaten von sexuell missbrauchenden Tätern und Befragern, die Opfer u.a. im Internet unter dem Stichwort „Project Unbreakable" der amerikanischen Fotografin Grace Brown veröffentlicht haben. Nachdenklich nimmt er sich auch der anderen Seite an - Männern, die Opfer geworden sind - und fragt nach dem Potenzial der #metoo-Debatte, die Welt zu verändern. Sein Wunsch? „Es ist wichtig, dass wir zuhören, und dass Betroffene sich nicht allein fühlen müssen und dass die Tragweite dieser Problematik sichtbar bleibt".

 

N.N: COMPANY - Opening/Finale

 

Weitere Informationen und Kartenbestellung an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Haus der Kultur sowie im Haus des Buches.
Die Veranstaltung findet in der Blackbox im Haus der Kultur statt. Beginn ist um 20 Uhr.
Eintritt: 13,- Euro