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Stadt Waldkraiburg
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Rathaus Neubau oder Sanierung


2015 legte die Stadt Waldkraiburg mit dem ISEK Prozess die ersten Grundsteine für eine städtebauliche Entwicklung. In mehreren Workshops konnten sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren eigenen Ideen und Wünschen zur Zukunft von Waldkraiburg einbringen. Diese Planungen dienten dem Architekturbüro db stadtplan dreer & böhm als Basis für die Gestaltung der möglichen Varianten im Rathaus Neubau oder Sanierungsprozess. „Es handelt sich um keine Neuplanungen, sondern um eine Weiterentwicklung des mit den Bürgern entstandenen Prozesses", betonte Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklung.

 

Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung informierte die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Planungsbüro über drei mögliche Varianten. Fest steht, dass etwas passieren muss. Eine Sanierung oder ein Neubau des Rathauses sind unausweichlich. Die städtebauliche Machbarkeitsstudie zeigt auf welche Möglichkeiten das Planungsbüro in Waldkraiburg sieht. Im Dezember wird der Stadtrat darüber entscheiden, dann erst können die Planungen im Rahmen eines Vergabeverfahrens detailliert werden.

 

Variante 1: Sanierung des Bestandes

 

In der Variante 1 würde der aktuelle Bestand - sowohl das Rathaus wie auch die Tiefgarage - saniert werden. Ziel ist es durch die Vollsanierung einen Gebäudestandard zu erreichen, der technisch mit einem Neubau vergleichbar ist. Die Fassade ist nur mit außen aufzubringendem Wärmedammverbundsystem sanierbar, das bedeutet, dass der derzeitige Gebäudecharakter durch die neue, glatte Gebäudehülle verändert wird.

Die Vorteile dieser Variante liegen klar auf der Hand: Das Rathaus bleibt im Stadtzentrum, das gewohnte Stadtbild wird erhalten, gegenüber einer Neubauvariante sind die Kosten 10 - 15 Prozent niedriger und ein Baubeginn ist ca. sechs Monate früher möglich. Auf der anderen Seite bleibt durch eine Sanierung die städtebaulich unbefriedigende Situation am Sartrouville-Platz bestehen, die Fassadendämmung verändert den Charakter des Gebäudes, ein (Teil-)Umzug der Verwaltung in ein Provisorium führt zu erheblichen Zusatzkosten und die schlechte Flächeneffizienz führt zu weiterhin hohen Betriebskosten.

 

Variante 2: Neubau an der Braunauer Straße

 

Als zweite Variante prüfte das Planungsbüro einen Neubau an der Braunauer Straße gegenüber dem Haus der Kultur. Ein Neubaukonzept würde einen 4-5-geschossigen Rathausneubau mit 4.000 qm Geschossfläche sowie ein Untergeschoss und eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen beinhalten. Zusätzlich entstünde eine neue öffentliche Tiefgarage am Stadtplatz.

Vorteile wären mögliche Synergieeffekte mit dem Haus der Kultur, ein einfach zu beplanendes Grundstück und ein effizienter Neubau mit optimierten Betriebskosten. Nachteile wären, dass das Rathaus sich nicht mehr im Stadtzentrum befindet, die Lage in unmittelbarer Nähe zum einfachen Gewerbe und Verbrauchermarkt wäre, das Grundstück nicht im Eigentum der Stadt Waldkraiburg ist und das Projekt ein zusätzliches anspruchsvolles Folgeprojekt am Stadtplatz auslöst.

 

Variante 3: Neubau am Stadtplatz

 

Eine dritte mögliche Variante wäre ein Neubau am Stadtplatz. Das neue Rathaus würde dort errichtet werden, wo sich aktuell unter anderem der Sitzungssaal befindet. Daraus ergäbe sich die Möglichkeit das Areal städtebaulich neuzuordnen. Entstehen würde ein kompakter Rathausneubau mit ca. 3.750 qm Geschossfläche direkt am Stadtplatz sowie eine neue öffentliche Tiefgarage mit mindestens 75 Stellplätzen. Das freiwerdende Grundstück, auf dem das aktuelle Rathaus steht, könnte z.B. für ein Wohnbaugrundstück mit ca. 45 Wohnungen genutzt werden.

 

„Unser Ziel ist es Leben an den Stadtplatz zu bringen", sagte Ingrid Dreer vom Planungsbüro und fügte hinzu: „Das Rathaus sollte das erste Haus am Platz sein, ein Haus für die Bürgerinnen und Bürger, auf das sie stolz sein können und das Dreh- und Angelpunkt für das Leben in Waldkraiburg ist".

Ein Neubau am Stadtplatz hätte viele Vorteile: Das Rathaus würde im Stadtzentrum bleiben, das Erdgeschoss befände sich auf Straßenniveau und würde so eine barrierefreie Verbindung zwischen Stadtplatz und Sartrouville Platz erschaffen, die Doppelnutzungsmöglichkeit der Tiefgarage wäre weiterhin gegeben und es entstünde eine qualitätvolle Architektur. Nachteile wären, dass eine Interimslösung für den Sitzungssaal während der Bauzeit notwendig ist, die Baustelle sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum laufenden Rathausbetrieb befindet und der Neubau um ca. 10 - 15 Prozent teurer als die Sanierungsvariante 1 wäre.

 

Das Planungsbüro sieht durch die Variante 3 die Möglichkeit ein „Haus für die Waldkraiburger" zu erschaffen. Sie brachten darüber hinaus noch weitere Ideen ein wie beispielsweise eine neue Gastronomie mit Biergarten am Platz, einen so genannten Ratskeller und weitere öffentliche Nutzungen der entstehenden Arkadenflächen durch z.B. Schulungsräume, soziale Einrichtungen, Kartenvorverkauf für das Haus der Kultur usw.

 

Teile der Präsentation können Sie auch hier herunterladen.