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Haus der Kultur

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Stadtgeschichtliche Dauerausstellung


Was zunächst als Vertriebenensiedlung auf dem Gelände einer ehemaligen Pulverfabrik begann, entwickelt sich innerhalb von 50 Jahren zur einwohnerstärksten Stadt im Landkreis. In Inszenierungen und anhand von Hörstationen und Filmen sowie Fotografien, Gegenständen und Dokumenten wird in der neuen Dauerausstellung die Vorgeschichte und Geschichte der späteren Stadt Waldkraiburg beleuchtet.

 

Beginnend mit dem 1876 in Betrieb genommenen Bahnhof Kraiburg, wendet sich die Ausstellung anschießend dem Werk der Deutschen Sprengchemie zu, einer während des 2. Weltkriegs betriebenen Pulverfabrik. Über die Lebens und Arbeitsverhältnisse im Pulverwerk geben unter anderem eine Hörstation, Fotos und Originalobjekte Auskunft und erlauben so einen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus.

 

Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem Ende des 2. Weltkrieg wird über verschiedene Medien vermittelt: Vertreibungsgepäck, eine Videostation mit Zeitzeugenberichten sowie Karten und Fotografien, geben Auskunft über die Vertreibung und verdeutlichen vor allem die menschliche Dimension dieses Heimatverlustes. Die Ankunft der Vertriebenen im damaligen »Flüchtlingslager Pürten«, einem einfachen Barackenlager und die ersten Schritte der Neuankömmlinge in ein neues Leben zeigen die Entbehrungen aber auch den enormen Aufbauwillen der späteren Stadtgründer.

 

Im oberen Stock des Museums setzt ein Wohnraum aus der so genannten Wirtschaftswunderzeit Akzente. Hintergrundinformationen zur Gemeinde- und Stadtgründung Waldkraiburgs mit vielen Fotografien und Plänen zum Wohnungsbau jener Zeit verdeutlichen das rasante Wachstum der jungen Gemeinde und späteren Stadt.

 

Als besondere Attraktion bietet ein Museumskino ganz im Stil der 1950er Jahre zusätzliches Filmmaterial sowie Zeitzeugengespräche, um die angesprochenen Themen zu ergänzen und zu vertiefen. Auch die Industriegeschichte mit Schwerpunkt auf den 1950er und 1960er Jahren kommt in der neuen Ausstellung nicht zu kurz: Erzeugnisse aus Waldkraiburger Produktion wie zum Beispiel Kinderspielzeug aus Holz, Blasinstrumente, Kunststoffprodukte und vieles mehr verdeutlichen die Wirtschaftskraft der jungen Industrie.

 

Einblicke in das rege Vereinsleben in Waldkraiburg, mit den Schwerpunkten Sport- und Heimatvereine zeigen auch die kulturellen Wurzeln der Waldkraiburger. Eine Hörstation mit Sprachbeispielen aus den Herkunftsregionen der Stadtgründer laden zum Verweilen ein.

 

Ein kleiner Ausflug in die 1970er Jahre, der unter anderem Informationen zu den eingemeindeten Ortsteilen Ebing, Pürten und St. Erasmus bietet, rundet den Ausstellungsparcours ab.
Ein weiterer Höhepunkt des Museums ist vor allem die Vitrine zu Peter Maffay - dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt. Erleben Sie Peter Maffay in einem original Zeitzeugeninterview über seine musikalischen Anfänge, das der weltbekannte Künstler exklusiv für das Stadtmuseum Waldkraiburg gegeben hat.