Bleibt noch anzumerken, dass trotz aller Lesbarkeit, die von Anne Rößner und Berthold Reiß verwendeten Bildelemente auch für sich selbst stehen. Letztlich entziehen sie sich einer Deutung, nur um wiederum im gleichen Augenblick auch Deutungen zuzulassen. So ist die Ausstellung ein Angebot, einmal unverstellt über Bilder nachzudenken, ihnen in ihrer Geschichte nachzuspüren und ihren Gehalt abzutasten. Vielleicht eine wunderbare Meditation über das Bild-Sein in einer von Bildern überfluteten Welt.