GESUNDHEIT & VORSORGE
Gut durch heiße Tage.
Trinken. Kühlen. Aufeinander achten.
Hitze kann die Gesundheit stark belasten – besonders, wenn auch die Nächte warm bleiben. Mit einfachen Maßnahmen können Sie sich und andere schützen.
Für Waldkraiburg: In der DWD-Warnkarte den Landkreis Mühldorf a. Inn auswählen.
Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit oder schwere Atemnot bei Hitze?
Sofort 112 anrufen. Hinweise zur Ersten Hilfe finden Sie weiter unten.
Sechs Tipps für den Alltag
Regelmäßig trinken
Über den Tag verteilt trinken, auch ohne Durst. Wasser und ungesüßter Tee sind gut geeignet. Für gesunde Erwachsene sind bei Hitze häufig etwa 2–3 Liter am Tag eine Orientierung; der Bedarf ist individuell. Alkohol möglichst meiden.
Wohnung kühl halten
Lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen – meist nachts oder früh am Morgen. Sonnenbeschienene Fenster rechtzeitig verschatten; außenliegender Sonnenschutz wirkt besonders gut.
Den Tag anpassen
Anstrengende Arbeiten, Sport und Besorgungen möglichst in kühlere Stunden verlegen. In der Mittagshitze und am heißen Nachmittag Pausen einplanen und schattige oder kühle Orte aufsuchen.
Für Abkühlung sorgen
Luftige Kleidung tragen und den Körper mit feuchten Tüchern, einem kühlen Unterarmbad oder einer lauwarmen Dusche entlasten. Zum Schlafen möglichst den kühlsten Raum nutzen.
Haut und Augen schützen
Schatten, Kleidung, Sonnenhut und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz nutzen. Unbedeckte Haut mit UVA-/UVB-Schutz, möglichst LSF 30 oder höher, eincremen und regelmäßig nachcremen. Babys vor direkter Sonne schützen.
Aufeinander achten
Bei älteren, alleinlebenden oder pflegebedürftigen Menschen regelmäßig nachfragen und Hilfe anbieten. Getränke erreichbar bereitstellen. Kinder, hilfsbedürftige Menschen und Tiere niemals im geparkten Auto zurücklassen.
Trinkmenge individuell abstimmen: Bei Herz- oder Nierenerkrankungen sowie einer ärztlich festgelegten Trinkmenge vorher mit der behandelnden Praxis klären, wie viel Sie bei Hitze trinken dürfen. Die Mengenangabe oben gilt nicht pauschal für Kinder.
Wer besonderen Schutz braucht
Besonders gefährdet sind unter anderem ältere und pflegebedürftige Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Auch körperliche Arbeit im Freien und fehlende Rückzugsmöglichkeiten erhöhen die Belastung.
Familien mit kleinen Kindern
Auf Überwärmung achten, schattige Plätze wählen und ausreichend Pausen machen. Kinder reagieren empfindlicher auf Hitze und brauchen altersgerechten Schutz.
Hitzeschutz für Babys und Kinder ↗Ältere Menschen und Angehörige
Regelmäßige Anrufe oder Besuche vereinbaren, beim Einkauf helfen und gemeinsam auf ausreichendes Trinken sowie kühle Aufenthaltsräume achten.
Tipps ab 65 Jahren und für Angehörige ↗Medikamente und Vorerkrankungen
Manche Arzneimittel können die Hitzeverträglichkeit beeinflussen. Besprechen Sie mögliche Anpassungen rechtzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Medikamente nicht eigenständig absetzen oder anders dosieren. Beachten Sie die Lagerungshinweise; bei Fragen hilft auch die Apotheke.
Hinweise bei chronischen Erkrankungen ↗Warnzeichen erkennen und handeln
MEDIZINISCHER NOTFALL
Bei Verdacht auf Hitzschlag: 112
Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle oder schwere Atemnot können auf einen lebensbedrohlichen Zustand hinweisen. Sofort den Rettungsdienst rufen.
- Die Person möglichst an einen kühlen Ort bringen, enge Kleidung lockern und mit feuchten Tüchern sowie Luftzufuhr kühlen.
- Nicht allein lassen. Atmung und Bewusstsein kontrollieren und den Anweisungen der Leitstelle folgen.
- Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung: stabile Seitenlage. Bei fehlender normaler Atmung: sofort mit Wiederbelebung beginnen.
- Bewusstlosen oder stark verwirrten Personen nichts zu trinken geben.
Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit?
Belastung unterbrechen, einen kühlen Ort aufsuchen und den Körper kühlen. Wer vollständig wach ist und sicher schlucken kann, kann in kleinen Schlucken trinken. Bei anhaltenden Beschwerden oder Verschlechterung ärztliche Hilfe holen.
Hausarztpraxis oder 116117: Der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft außerhalb der Sprechzeiten bei dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, deren Behandlung nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten kann. Bei Lebensgefahr gilt immer 112.
Mehr zu hitzebedingten Beschwerden ↗ · Informationen zur 116117 ↗
Weiterführende Informationen
Gesundheit und Vorsorge
Hitzeschutz: Tipps für alle ↗
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Informationen und Materialien aus Bayern ↗
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Schutz zu Hause und unterwegs
Sommerlicher Wärmeschutz bei Gebäuden ↗
Landkreis Mühldorf a. Inn
Haut und Augen vor UV-Strahlung schützen ↗
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Fragen zu dieser Seite?
Nejla Nayki
Stadt Waldkraiburg · Umwelt
Telefon: 08638 959-1630
Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Arztpraxis bzw. den ärztlichen Bereitschaftsdienst; in Notfällen an die 112.
Informationsstand: 30. September 2026 · Fachliche Grundlagen: BIÖG, LGL, Deutscher Wetterdienst und Deutsches Rotes Kreuz. Die verlinkten Stellen informieren ergänzend und ausführlich.