Plastikfakten, Plastikfasten
BEWUSST EINKAUFEN · LÄNGER NUTZEN
Weniger Einweg.
Mehr Möglichkeiten.
Eine Tasche, die immer dabei ist. Eine Dose für die Brotzeit. Ein Becher, der wiederkommt. Plastikfasten beginnt mit kleinen Veränderungen, die in Ihren Alltag passen.
7 Tage ausprobieren →Tage. Ein Anfang.
Jeden Tag eine Idee.
Behalten Sie, was für Sie funktioniert.
Wissen, das weiterhilft
Vermeiden. Wiederverwenden. Richtig trennen.
Kunststoff kann langlebig und nützlich sein. Problematisch sind vor allem unnötige Einwegprodukte und Abfälle in der Umwelt. Nutzen Sie vorhandene, geeignete Taschen, Dosen und andere Alltagsgegenstände möglichst lange. Auch ein Austausch gegen neu gekaufte Produkte verbraucht Ressourcen.
Verpackungsabfälle in Deutschland
Bezugsjahr 2023 · alle Materialien
Das Umweltbundesamt veröffentlichte diese Auswertung im Mai 2026. Erfasst sind unter anderem Papier, Glas, Metalle und Kunststoffe sowie Verpackungen aus Haushalten und Wirtschaft. Die Zahl beschreibt deshalb nicht allein Plastikmüll aus Privathaushalten.
UBA: Daten und Einordnung →Pfand bedeutet nicht automatisch Mehrweg.
Auch Einwegflaschen und Getränkedosen können Pfand tragen. Achten Sie auf die Kennzeichnung „Mehrweg“. Mehrwegflaschen werden gereinigt und wieder befüllt; möglichst kurze Transportwege verbessern ihre Umweltbilanz.
UBA: Mehrweg erkennen →„Bioplastik“ ist kein Freibrief.
Biobasiert beschreibt die Rohstoffherkunft, biologisch abbaubar die Zersetzung unter bestimmten Bedingungen. Beides bedeutet nicht, dass eine Verpackung in die Natur oder in die Bioabfallsammlung gehört.
UBA: Begriffe und Entsorgung →Das Material allein entscheidet nicht.
Auch Einwegtüten aus Papier und Einwegverpackungen aus Glas benötigen Rohstoffe und Energie. Entscheidend sind unter anderem Herstellung, Transport und wie oft ein Produkt genutzt wird.
UBA: Einwegglas und Mehrweg →Eine Woche zum Ausprobieren
Plastikfasten – jeden Tag eine Idee
Sie können jederzeit beginnen. Suchen Sie sich passende Schritte aus und machen Sie daraus Ihre eigene Routine.
Tag 1: Hinschauen
Welche Einwegverpackungen fallen häufig an? Wählen Sie eine aus, die Sie in dieser Woche einsparen möchten.
Tag 2: Die Einkaufstasche bereitlegen
Nutzen Sie einen vorhandenen Beutel oder Korb. Obst und Gemüse können Sie, soweit praktikabel, lose oder im eigenen Netz einkaufen.
Tag 3: Brotzeit und Getränk mitnehmen
Packen Sie Ihr Essen in eine geeignete, wiederverwendbare Dose. Eine nachfüllbare Trinkflasche spart unterwegs Einwegverpackungen.
Tag 4: Beim Mitnehmen nach Mehrweg fragen
Fragen Sie in Café, Bäckerei oder Imbiss nach einer Mehrwegverpackung. Geben Sie geliehene Becher und Behälter zeitnah zurück.
Tag 5: Vor dem Kauf in den Schrank schauen
Verbrauchen Sie vorhandene Produkte. Wenn Nachfüllangebote weniger Verpackung benötigen und zum Produkt passen, sind sie eine Möglichkeit.
Tag 6: Reparieren, tauschen, weitergeben
Muss es neu sein? Nutzen Sie gut erhaltene Dinge weiter, tauschen Sie Spielzeug oder geben Sie nicht mehr Benötigtes weiter.
Tag 7: Bilanz ziehen und dranbleiben
Was war einfach? Behalten Sie zwei passende Gewohnheiten bei. Trennen Sie die verbleibenden Verpackungen nach den örtlichen Vorgaben.
Weitere Anregungen: UBA: Einkaufstaschen mehrfach nutzen · UBA: Getränke ohne unnötiges Einweg
Für Waldkraiburg
Wohin mit dem Kunststoff?
Für die richtige Entsorgung sind die Vorgaben des Landkreises Mühldorf a. Inn maßgeblich.
Gelber Sack
Restentleerte Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien, etwa Joghurtbecher und Getränkekartons. Deckel abtrennen, Teile lose einwerfen. Ausspülen ist nicht nötig.
Wertstoffhof
Geeignete Hartkunststoffe wie Wäschekörbe oder Gießkannen können am Wertstoffhof abgegeben werden. Annahmeliste und Ausnahmen beachten. Kunststoffgegenstände sind nicht automatisch Verpackungen.
Bioabfallsammlung
Kunststoffbecher, Folien und andere Kunststoffverpackungen gehören nicht hinein – auch nicht mit der Aufschrift „kompostierbar“. Nutzen Sie für Bioabfälle die vom Landkreis ausgegebenen Beutel oder geben Sie die Bioabfälle lose ab.
Pfandverpackungen geben Sie bei einer passenden Rücknahmestelle ab. Elektrogeräte mit Kunststoffgehäuse gehören in die Elektroaltgerätesammlung.
Landkreis: Abfälle und Wertstoffe →
Direkt zum örtlichen Service
Rechtlicher Rahmen · Stand 30.09.2026
Was gilt für Einweg und Mehrweg?
Seit 12. August 2026: Die EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 wird grundsätzlich angewendet. In Deutschland hat das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) das bisherige Verpackungsgesetz abgelöst. Für einzelne Anforderungen gelten spätere Anwendungszeitpunkte und Übergangsregelungen.
Bundesumweltministerium: Überblick zum neuen Recht · VerpackDG · EU-Verordnung
Mehrweg bei Speisen und Getränken zum Mitnehmen
Wer Speisen in Einwegkunststoff-Lebensmittelverpackungen oder Getränke in Einwegbechern vor Ort abfüllt und abgibt, muss grundsätzlich auch eine Mehrwegalternative anbieten. Bei Einweggetränkebechern ist das Material unerheblich. Die gleiche Ware in Mehrweg darf nicht teurer oder zu schlechteren Bedingungen angeboten werden; ein angemessenes Pfand ist möglich.
Kleine Unternehmen mit insgesamt höchstens fünf Beschäftigten und höchstens 80 m² Verkaufsfläche können die Pflicht durch das Befüllen mitgebrachter Mehrwegbehälter erfüllen. Beide Voraussetzungen müssen vorliegen. Für die Berechnung und für Automaten gelten besondere Regeln.
§ 60 VerpackDG: Mehrwegalternative · § 61 VerpackDG: Erleichterungen · UBA: Mehrweg verständlich erklärt
Bestimmte Einwegkunststoffprodukte sind verboten
Das Inverkehrbringen bestimmter Einwegkunststoffprodukte ist untersagt, darunter Teller, Besteck, Rührstäbchen und grundsätzlich Trinkhalme. Bei Bechern und bestimmten Lebensmittelbehältern betrifft dieses Verbot Produkte aus expandiertem Polystyrol. Es besteht kein allgemeines Verbot sämtlicher Einwegbecher. Ausnahmen, etwa für bestimmte Medizinprodukte, stehen in der Verordnung.
§ 3 Einwegkunststoffverbotsverordnung →Und was ist mit Mikroplastik?
Kleine Kunststoffpartikel gelangen unter anderem durch Reifenabrieb, die Abnutzung von Produkten und den Zerfall größerer Kunststoffteile in die Umwelt. Verpackungen sind deshalb nur ein Teil des Themas. Lassen Sie keine Kunststoffreste in der Natur zurück und sammeln Sie beschädigte Folien oder andere Kunststoffteile im Garten rechtzeitig ein.
UBA: Wie Kunststoffe in die Umwelt gelangen →IHRE ANSPRECHPARTNERIN BEI DER STADT
Nejla Nayki
Fragen zu den Umweltinformationen der Stadt Waldkraiburg?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Bei konkreten Fragen zur Abfallentsorgung wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung des Landkreises Mühldorf a. Inn.
Informationen und Rechtsstand: 30. September 2026. Die verlinkten Fachinformationen und Rechtsgrundlagen bieten weitere Einzelheiten. Statistische Angaben sind mit ihrem Bezugsjahr gekennzeichnet.