Im Land der Urelefanten: Informationstafel erinnert an außergewöhnlichen Fund

 

Bis heute ist der Fund eines Urelefanten-Skeletts am Steilufer des Inns bei Ebing eine Sensation: Ein Angler stieß am Inn auf einen ungewöhnlichen „Klumpen“, der sich später als einer von 170 Knochen des Fossils herausstellte. Zudem konnten acht Backenzähnen und ein Teil des Schädels geborgen werden. Dadurch hat der Fund eine herausragende wissenschaftliche Bedeutung, was dem Gompotherium den Titel „Fossil des Jahres 2013“ einbrachte.

 

Viele Jahre erinnerte eine inzwischen abgebaute Tafel am Ufer des Inns an den Fund; ein Wanderweg führte Interessierte dort hin. 2019 scheiterte ein interkommunales Projekt der Städte Waldkraiburg und Mühldorf a. Inn, ein interaktiver Erlebnisweg für Familien, unter anderem an den zu hohen Kosten für ein sicheres Verkehrskonzept. 

 

Das Gompotherium von Gweng und auch das Deinotherium giganteum (Rüsseltier), dessen Überreste zur selben Zeit gefunden wurden, sollen jedoch nicht in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grund haben die Stadt Waldkraiburg und die Stadt Mühldorf a. Inn gemeinsam mit dem Geschichtszentrum Museum Mühldorf a. Inn und in enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie eine Informationstafel mit dem Titel „Im Land der Urelefanten“ gestaltet. Bei der inhaltlichen Gestaltung half auch Geografin Lucia Karrer.

 

Ein QR-Code leitet Interessierte auf eine Internetseite weiter, auf der das Geschichtszentrum und Museum Mühldorf a. Inn zukünftig weiterführende Informationen zu den Funden und deren Geschichte bereitstellt. Zudem plant das Museum eine Dauerausstellung mit pädagogischem Begleitprogramm für Groß und Klein. Nähere Informationen hierzu werden auch auf der Internetseite zu finden sein. Landrat Max Heimerl betont, dass solche gemeinsamen Projekte ein Gewinn für die Städte und den gesamten Landkreis sind: „Ich freue mich, dass hier eine Einrichtung des Landkreises – das Geschichtszentrum und Museum Mühldorf a. Inn - Unterstützung leisten konnte und damit ein weiteres attraktives Angebot für die Bürgerinnen und Bürger aber auch für Touristen geschaffen wurde.“

 

Eine Informationstafel ist bei der Ebinger Alm zu finden, eine weitere bei der Anlegestelle der Innfähre in Mühldorf a. Inn.

 

Waldkraiburgs Erster Bürgermeister Robert Pötzsch freut sich, dass mit der Informationstafel zumindest im kleinem Rahmen an den sensationellen Fund erinnert wird: „Es ist unsere Aufgabe wichtige geschichtliche und außergewöhnliche Ereignisse für unsere Kinder festzuhalten und erlebbar zu machen, vor allem wenn diese zur Waldkraiburger Geschichte zählen.“

 

Auch Mühldorfs Erster Bürgermeister Michael Hetzl ist froh, dass aus dem Projekt Ebinger Urelefant nun eine gemeinsame Infotafel hervorgeht, die an zentralen Stellen in Ebing und Mühldorf über den Fund und die damaligen Ausgrabungen informieren wird.

 

Bürgermeister Robert Pötzsch, Bürgermeister Michael Hetzl und Landrat Max Heimerl stehen vor der Infotafel an der Ebinger Alm

 

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